Die Lizenzen der Online Casinos

Wer sich in den Lizenzdschungel der Online Casinos begibt, der kann sich leicht verlaufen. Begriffe wie Glücksspielkommission, Staatsverträge oder Legalisierung haben das digitale Vabanquespiel vor allem in Deutschland zu einem scheinbar unregulierten, weil undurchsichtigen Markt gemacht. Zwar sollte mit der Neuregulierung des deutschen Glückspielmarktes im Juli 2021 ein verbessertes System für deutsche Spieler eingeführt werden – doch hat sich in der Praxis gezeigt, dass dieser Weg nur zu noch mehr Unsicherheiten und Unklarheiten geführt hat.

Ein weiterer Irrglaube unter Deutschen ist es zudem, dass ein Casino, welches keine Lizenz von der deutschen Glücksspielbehörde innehat, eine schlechtere Einrichtung für das virtuelle Spielen darstellen muss. Dabei lässt sich die Lizenzierung der Online Casinos prinzipiell in zwei Bereiche unterteilen. Beide besitzen alle notwendigen Vorteile, dass deutsche Spieler hier verschiedene Sicherheiten und Standards genießen, um das digitale Glücksspiel auch in der Bundesrepublik seriös zu machen.
Abgesehen von der seltenen „Schleswig-Holstein-Lizenz“, die vor allem diverse Sportwettenanbieter erhalten haben, existieren dabei die sog. „EU-Lizenz“, die vom Inselstaat Malta vergeben wird und die beiden Lizenzierungen der „EU-nahen“ Staaten Curacao und Gibraltar. Die Geschichte dieser drei Lizenzen reicht dabei bis in die 90er Jahre zurück und hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung in Deutschland gewonnen, da immer mehr Einschränkungen auf dem deutschen Markt ersichtlich wurden und das Zockerspiel zu einer Art Spießrutenlauf gemacht haben.
Durch die Verbote wie beispielsweise nur noch 1€ pro Spin einsetzen, kein Live-Casino mehr betreten zu dürfen oder Beschränkungen für Einzahlungen und Promotionen suchen Spieler bereits seit einiger Zeit nach zusätzlichen Anbietern. Diese halten zwar keine deutsche Lizenz, sind jedoch trotzdem für den deutschen Glückspielmarkt uneingeschränkt zugelassen. Dabei ist es wichtig zu kennen, dass das unbeschränkte Online-Casino, wenn es eine Glückspielerlaubnis aus einem dieser drei Länder besitzt, eine legale Option darstellt, die nicht verboten ist und auch erlaubt bleibt.
Solange du also in einem Online Casino spielst, welches entweder auf Malta, Gibraltar oder Curacao sitzt, musst du dir fortan keine Sorgen mehr über nötige Lizenzen und gar Straftaten machen. Wir unternehmen mit dir in den folgenden Bereichen einen kleinen Streifzug durch die Geschichte der einzelnen Varianten und geben dir fortan eine gute Übersicht über die einzelnen Lizenzen der drei Länder in Online Casinos, aber lassen dir selbstverständlich die freie Entscheidung, welche der Lizenzen dir dabei am meisten zusagt.

Vorstellung der Malta Lizenz

Die Malta Lizenz, welches die wohl begehrteste Lizenz neben der Schleswig-Holstein-Variante ist, ist quasi das Las Vegas der Online Gamingbranche. Auf dem Inselstaat ist es für die Online Casinos vollkommen legal, ein Unternehmen zu betreiben und die dort registrierten Hasardspieler unter staatlicher Kontrolle an Slots, Pokertischen oder beim Roulette spielen oder drehen zu lassen. Zwar sagt diese Lizenz an sich noch nichts darüber aus, welche Rechte und Pflichten für den Spieler existieren, doch da Malta ein legitimer EU-Land ist, spricht man in der Szene auch von der „EU-Lizenz“ und deshalb dürfen Online Casinos, die auf Malta registriert sind, auch ihre Pforten legal für deutsche Spieler öffnen.

Wer sich für ein EU-Casino entscheidet spielt dort absolut unter europäischen Bedingungen und kann sich im Zweifel auch auf dieses Recht berufen. Deshalb genießen Online Casinos mit dieser Lizenz eine sehr hohe Reputation und Probleme mit Transaktionen kommen so gut wie nie vor. Da der Glücksspielmarkt in Deutschland weiterhin undurchsichtig bleibt, und sich das föderale System der Bundesrepublik bisher nicht auf eine allgemeingültige Regel verständigen konnte, stellen EU-Casinos auf Malta weiterhin die beste und seriöseste Alternative für deutsche Spieler dar.
Kontrolliert wird das maltesische Glückspiel dabei von der Malta Gaming Authority, kurz MGA, die 2001 in ihrer heutigen Form konstituiert wurde und bereits viele Jahre zuvor als lokale Lotteriegemeinschaft bestand, die in den Folgejahren dann rapide anwuchs und innerhalb des Inselstaates absolut vertrauenswürdig gehandhabt und staatlich bezuschusst wird.

Ausführliches zur Malta Lizenz

Vorstellung der Curacao Lizenz

Schon lange vor der Verabschiedung der neuen Glückspielgesetze ich Deutschland konnten alle Spieler auch Glücksspielseiten besuchen, die internationale Lizenzen außerhalb der staatlichen Grenzen der EU erhalten haben. Hierzu zählen in erster Linie die Curacao Lizenzen. Der dort existierende Curacao e-Gaming Kontrollverein wurde bereits im Jahr 1996 gegründet und besitzt gültige staatliche Prokura.

Doch während zum Beispiel Gibraltar, welches geografisch und in vielen politischen Entscheidungen noch mit der EU verbunden ist, für deutsche Spieler greifbar scheint, sind viele beim Karibik-Staat Curacao bissweilen eher verunsichert. Doch zu Unrecht: Die rund 444 Quadratkilometer große Insel zählt politisch zum Königreich der Niederlande. Obwohl es damit der EU (noch) nicht direkt angehört, wird es aber mit der europäischen Union assoziiert und geltender Spielerschutz wird auch hier gewahrt.
Gibraltar und Caracao ist zudem gemein, dass sie einen guten geschäftlichen Ruf besitzen und die lokalen Behörden auch hier für Recht und Ordnung sorgen – es handelt sich also nicht um ein Casino zweiter Klasse! Online Casinos auf Curacao stellen somit den ergänzenden Sektor der virtuellen und internationalen Glückspielanbieter für deutsche Spieler dar, die sich auch hier problemlos registrieren können und sich keine Sorgen machen müssen, dass der Anbieter einen Gewinn am Ende nicht auszahlt. Diese „EU-nahen“ Casinos werden in Zukunft noch zunehmen, und erweitern das Glücksspielangebot im positiven Sinne somit auch in Deutschland.

Ausführliches zur Curacao Lizenz

Vorstellung der Gibraltar Lizenz

Zwar ist der kleine Staat Gibraltar im Vergleich zu anderen Ländern mit Staatslegitimation eher winzig, innerhalb der EU, aber mit großer Bedeutung für die iGaming-Branche und deren Regulierung. Das britische Überseegebiet an der Südspitze der iberischen Halbinsel ist für verschiedene kulturelle Aspekte bekannt, zum Beispiel einen Riesenfelsen, der das Hauptgebiet der Landmasse ausmacht, aber auch der Sektor für seriöses Glückspiel zur EU.

Ja, durch den Ausstieg des britischen Empires aus der EU haben sich ein paar Punkte verändert, doch im Kern bleibt auch das Glücksspiel von Online Casinos auf Gibraltar weiterhin legal und deutsche Spieler müssen sich keine Gedanken machen, sondern können weiterhin beherzt ein- und auszahlen. So ist seit dem generellen Aufstieg von Online Casinos im digitalen Zeitalter der Staat Gibraltar weiterhin ein Knotenpunkt für heiße Spins an der Slot. Trotz der geringen Flächen auf der Halbinsel haben sich so viele Unternehmen der Branche niedergelassen und sind – analog zur Insel Malta – genauso anerkannt für Spieler aus der Bundesrepublik.
Die „Gibraltar Regulatory Authority“ hat ein genaues Auge auf die einzelnen Anbieter und ist am sauberen Spiel interessiert. Deshalb kann man Gibraltar, ähnlich wie Curacao, auch unter dem Begriff „EU-nahe Casinos“ subsumieren, da sie politisch zwar nicht direkt in der EU liegen, durch gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Verflechtungen aber noch (sehr) gute Beziehungen zur europäischen Union besitzen. Zusammen mit den Onlinebetreibern auf Malta und Curacao bilden die Casinos von Gibraltar also die beste Alternative für deutsche Spieler.

Ausführliches zur Gibraltar Lizenz